Aufklären zwischen Supermarktregalen - Mamablog

2022-05-20 18:36:46 By : Mr. Jordan Dai

Seit die britische Drogerie-Kette Boots Sex-Spielzeuge vertreibt, laufen Eltern dagegen Sturm: Eine Boots-Angestellte räumt ein Regal ein. (Bild: Reuters)

Meine Tochter und ich sassen bei unserem vormittäglichen «Kafipause»-Ritual: Cappuccino für mich, Milchschaum für sie, je ein Zeitungsbund für jede von uns. Da Samstag war, schnappte sich die Kleine jedoch bald einmal das beiliegende «Magazin», das in dieser Ausgabe einen hübsch inszenierten Vibrator auf dem Cover zeigte. Die Frage, was das sei, liess nur Sekunden auf sich warten und meine Antwort «ein herziges Tierli» kam ebenso schnell und ohne, dass ich vorher überhaupt darüber nachdenken konnte, was ich ihr nun genau sagen sollte. Hirn und Zunge schalteten sozusagen kurzfristig auf Autopilot. Als ich mich wieder aktiv einklinkte, war ich mit meiner Antwort gar nicht so unzufrieden. Die Dinger gibts schliesslich auch in Delfin- und Entchenform und das Exemplar auf der Frontseite konnte mit etwas Fantasie durchaus als neugierig in die Welt guckende Schlange durchgehen. Ausserdem liess sich die Geschichte wunderschön weiterspinnen, als die Zweijährige, gerade im Wundernasen-Alter, dann natürlich noch genau wissen wollte, worauf das Tierli sitze («Auf seinem Bett natürlich.») und was das da rundherum sein soll («Sein Haus, da oben brennt ja sogar die Lampe, siehst du?»). Morgendliche Quizrunde erfolgreich gemeistert, Mama und Kind glücklich.

Ein herziges Tierli: Vibrator-Installation. (Bild: «Das Magazin», Ausschnitt des Covers vom 7. Januar 2012).

Etwas irritierter war mein Mann, als ihm die Kleine später begeistert das Bild der neu entdeckten Tierart zeigte. Als ich ihn über die aus Altersgründen nicht geschehene Aufklärung aufklärte, fragte er mich, weshalb ich nicht einfach gesagt habe, das sei ein Massagegerät für die Mumu (jaja, schon wieder so ein Ausredewort – aber eins, das uns an eine äusserst unterhaltsame Lesung von Sarah Kuttner erinnert und deshalb in unserem Haushalt fast schon Kultstatus geniesst). Als wir uns gemeinsam die möglichen Folgefragen ausdachten, war er mit meiner Lösung plötzlich mehr als zufrieden.

Doch was ist schon ein einzelnes künstlerisches Foto im Gegensatz zu einem ganzen Heer an echten Vibratoren, flankiert von Gleit- und Massagecreme? Von einem solchen sehen sich nämlich zurzeit englische Familien bedroht: Die Drugstore-Kette «Boots» hat das «sexuelle Wohlbefinden» für sich entdeckt und präsentiert seit Neustem verschiedene Sextoys in ihren Filialen, wohlverstanden unverpackt und auf Kinderaugenhöhe. Wem der Name «Boots» nichts sagt: Der Drugstore zieht etwa die gleiche Kundschaft an wie die Migros – jung und alt, trendig und altmodisch, Singles und Familien. Letztere zeigen sich entsetzt und angeekelt angesichts des neuen Sortiments, schreibt die «Daily Mail». «Ich will doch meiner Nichte nicht erklären müssen, was ein Sexspielzeug ist», beklagt sich eine Grossmutter. Und ja, ich gebe ihr recht, natürlich soll sie das nicht tun müssen. Das ist schliesslich Aufgabe der Eltern. Aber warum regen die sich eigentlich so auf und jammern, dass das «definitiv nichts ist, was meine Kinder sehen sollen», anstatt sich über die Sortimentserweiterung zu freuen?

«Boots» bietet ihnen schliesslich eine einmalige Gelegenheit: Den problemlosen Einstieg ins Aufklärungsgespräch. Wie verkrampft läuft das sonst doch oft ab: Habe ich wirklich den richtigen Moment erwischt? Mit welcher Bemerkung beginne ich am besten? Sitzen wir uns am Tisch gegenüber oder kuscheln wir uns dafür aufs Sofa? Soll ich alles theoretisch abhandeln, oder persönliche Erfahrungen einbringen? Und brauche ich Illustrationsmaterial oder wirke ich nicht zu Oberlehrerhaft, wenn ich plötzlich das Aufklärungsmäppli zücke?

Der Stein des Anstosses in Grossbritannien: Vibratoren und andere Sex-Utensilien. (Bild: Durex)

Im «Boots» hingegen passiert das Ganze im wahrsten Sinne des Wortes im Vorbeigehen. Das neugierige Kind sieht das seltsame Plastikteil, schnappt es sich aus dem Regal, drückt auf den Knopf und wundert sich, weshalb die Oma nebenan plötzlich so schockiert aus der Wäsche schaut – und schon packt sich Mama oder Papa Kind und Vibrator und zerrt beide in eine ruhige Ecke, aus dem Blickfeld der neugierigen Mitshopper. Auge in Auge mit dem Kind, das Anschauungsmaterial in der Hand: Wenn das nicht der ideale Moment ist für das Gespräch der Gespräche? Und hat man die Fragen rund ums Sexspielzeug erst einmal abgehakt, erscheinen einem danach Themen wie Verhütung und Fortpflanzung plötzlich gar nicht mehr so anspruchsvoll.

Zudem hat die Aufklärung im Drugstore gleich noch zwei weitere Vorteile: Erstens dauert sie bestimmt nicht allzu lange, da es sich im Stehen nun mal nicht so bequem plaudert wie im Sitzen. Zweitens sind Bachblüten-Notfalltropfen und Beruhigungstee in Reichweite – falls die Fragen des Heranwachsenden doch anspruchsvoller ausfallen als erwartet.

Vielleicht sollten wir der Migros die Idee auch mal ans Herz legen?

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Nun ich finde es wirklich nicht schlimm, wenn solche Artikel im normalen Supermarkt erhältlich sind. Sex und seine Spielzeuge gehören heutzutage doch zum Leben dazu, von daher. Und wenn man das Bedürfnis hat so etwas sich zu kaufen, ist es ja eigentlich gut, wenn man dies auch gleich mit den Lebensmitteln erledigen kann :-)… Sonst kauft man solche Vibratoren einfach im Internet, zbsp bei http://www.toyking.ch ein,,, Ich würde es begrüssen wenn die Migros ein paar Vibratoren etc anbieten würde.

habe mich nicht durch die 211 kommentare gelesen, und kann daher nicht sagen, ob bereits erwähnt, aber: auch die drogerie-kette MÜLLER in der schweiz vertreibt ein kleines „sex“sortiment. verschiedene gleitcremes und vor einem jahr hab ich da besagtes entchen-toy gesichtet. wieso auch nicht. sexheftli gibts an jedem grösseren kiosk und die sind definitiv expliziter gestaltet…

Also bei Ihnen passt´s, wenn ich an die Feststellung denke, dass ich mich an keinen Hauch Witzigkeit oder Humor von Ihrer Seite entsinnen kann (lasse mich gerne eines Besseren belehren – aber erinnere mich im MB an Nada)

Sie nehmen sich ungeheuer ernst.

@Frank Baum – es wäre natürlich schön, wenn es so wäre wie sie sagen. Ich würde ihnen gerne zustimmen. Leider ist es nicht aber nicht so einfach. Es hat schon einen Grund, weshalb eine Religion welche 500 Jahre jünger ist (und somit fortschrittlicher und moderner sein müsste) immer noch Gesellschaften als Erbe hat, die von Standards geprägt sind, die wir zwischen Mittelalter und Aufklrärung ansiedeln müssen. Es hat auch Gründe warum es im Machtgebiet dieser Religion zu keiner Aufklärung kam oder einer liberalen Theologie.

So einfach wie Sie das sehen, Herr XY, ist es nicht. Es gibt eine Strömung innerhalb des Islam, die den Koran nicht in alle Ewigkeit buchstabengetreu leben will. Diese erkennen, dass in der heutigen modernen Zeit, die nichts mehr gemein hat mit der Gesellschaft des alten Arabiens um das Jahr 600, gewisse Anpassungen gemacht werden müssen in der Auslebung und Deutung des Koran. Frauenrechte z.B. waren damals fortschrittlich im Koran, heute sind sie hoffnunglos veraltet und diskriminierend. (Das Wort einer Frau wiegt die Hälfte dessen eines Mannes vor Gericht)

Der Ijtihad will eine Erneuerung und Anpassung des Islam an die Gegenwart, ohne die Scharia aufzugeben (Steinigung und Handabhacken gehören nicht dazu, sie sind auch nicht mehr zeitgemäss), und steht im Kampf mit den Kräften, die den Koran buchstabengetreu ausgelebt haben wollen. (Wahhabi, Salafisten usw.) Leider werden intelligente Köpfe und Leader dieser Führung als „Terroristen“ verunglimpft vom Westen.

http://en.wikipedia.org/wiki/Ijtihad

Um Missverständnissen vorzubeugen, die Stellung der Frau wurde durch den Koran tatsächlich verbessert damals, hat damit zu tun das die kriegerischen Nomaden und Hirten vorher ihren Frauen gar keine Rechte zugestanden haben. Mit dem Islam hatte ihr Wort wenigstens Gewicht, wenn auch wie angesprochen nur begrenzt.

Dass der Koran damals eine Verbesserung der Stellung der Frau bewirkte, ist unbestritten. Bloss… Was nützt das heute?

Die wohl wichtigste Frau im Leben des „Propheten“ war eine längst entjungferte Witwe… Dennoch bezieht sich die Mehrzahl muslimischer Männer lieber aufs Vorbild der Minderjährigen, die ihm „anvertraut“ wurde und macht aus der Bewahrung der Jungfraulichkeit das höchste aller Ziele einer jungen Frau.

Es nützt mir alles nix, was es an guten Beispielen AUCH zu berichten gäbe,,, Wenn sich eine grosse Anzahl Idioten dennoch immer aufs tiefste Mittleralter beziehen können.

Denken Sie bloss an die Kreuzzüge… Über welche die muslimische Welt noch heute schnieft, als ob´s ihre Oma betroffen hätte. Was mussten den Christen die Botschaft des neuen Testaments verbogen und missdeutet werden, um die Menschen von dem Quatsch zu überzeugen. Gut, dass Kirchenlatein eh kaum wer verstand, geschweige denn, dass je jemand die Bibel hätte lesen können! Der Islam dagegen kann sich direkt auf den Koran (der übrigens von extrem vielen anleitenden Suren zum Verhalten im Kriege durchsetzt ist!) beziehen. Schlimmer noch: Direkt auf den mordenden und plündernden Stifter.

die mehrheit hier in europa ist sehr liberal gabi – wegen ein paar bekloppten muss dann die mehrheit den kopf hinhalten. das ist unfair. und macho scheint, sollte er muslim sein, eben ein sehr liberaler offener junger mann – DENEN gehört die zukunft und diese sollten wir bestärken und nicht noch zur rechenschaft ziehen für das fehlverhalten dieser verknorzten idioten. oder nicht, was meinen sie?

Natürlich ist es nicht von der Hand zu weisen, dass der „Prophet“ innerhalb des Kontextes seiner Zeit und seines barbarischen Umfeldes gewiss gute Gründe gehabt haben mag, so zu zu handeln.

Als Blaupause für unsere Zivilisation dennoch ein nackter Schrecken. Ich kann noch so oft betonen wollen, dass Islam Frieden bedeute. Wenn ich dabei weglasse, dass sich das EBEN AUSSCHLIESSLICH auf das „Haus des Islam“, die Glaubensgemeinschaft, bezieht und alle anderen ins „Haus des Krieges“ verwiesen werden, dann ist das nicht einfach unlauter, sondern gefährlich!

Vielleicht sollte man einfach aufhören den Extremisten von Riad so viel Geld in den Arsch zu schieben. Wir sind/waren Teil des Problems, wir sind feige (ok wir haben auch genug eigene Probleme), machen keine gute Figur wenn es um Diktatoren geht, wir haben auch ein Problem mit Islamophoben Politikern hier, und wir haben durch unseren Kolonialismus Arabien in ein Staatenkorsett gezwängt, welches uns heute viel Probleme bereitet. Ich sage bewusst wir, weil wir die anderen, die Muslime, auch immer in einen Topf werfen. Und was bringt es, sich an den Ewiggestrigen zu orientieren, ->

und den Gemässigten die Hand nicht zu reichen?! Ich staune immer wieder, wie sonst differenziert denkende Menschen beim Islam in ganz andere Muster verfallen und dann noch die Frechheit haben, mich als Freund von Extremisten und einer menschenfeindlichen Religion darstellen.

Imame welche für einen neuen, starken Ijtihad einstehen, werden vom Westen als Extremisten eingestuft(siehe Sudan). Den Wahhabi zahlen wir Milliarden Petrodollar, damit sie ihre Minderheiten und Frauen weiterhin unterdrücken können.

Mich tröstet es keineswegs, dass mir bewusst ist, wie viele gute, anständige, rechtschaffende und sogar (soll´s geben) tolerante Muslime es gibt.

Mir wäre wohler, wäre denen unwohler einer Religion anzugehören, bei der jeder Dahergelaufene kommen kann und einfach nur auf eine Sure deuten muss, die klipp und klar ein ganz anderes Verhalten von ihm einfordert.

Wenn Religion im Islam auf die gleiche Art und Weise Privatsache WÄRE… Dann müsste man – wie bei Buddhisten, Hindus, Juden und der überwiegenden Mehrheit der Christen – ja nicht ständig in Diskussionen dazu gezwungen werden.

Ich bin kein Muslim. 🙂 Ich habe viele liberale Muslimische Freunde.

Wenn DENEN die Zukunft gehört… Dann gucken Sie jetzt mal ein paar Monate, was aus der arabischen Revolution Schönes wird.

Sie scheitert genau daran, dass diejenigen, welche glauben toleranter sein zu können, es dennoch nicht schaffen, sich zum Aufbau eines Staatswesens zu bekennen, welches Staat und Religion TRENNT. Es muss immer auf „islamischen Werten“ basieren… Was genau jene Entwicklung, die Sie sich erhoffen, wieder ausschliesst.

(mehrere Posts warten im Anschluss an oben auf Freigabe)

Lieber Macho… ich weiss um viele liberale Muslime.

Ich bestreite keineswegs, dass es die gibt. Bloss scheinen die ja ganz offenbar nicht auszureichen, um ein aufgeklärtes Staatsmodell hin zu kriegen.

Gucken Sie sich´s an. Die Einzigen, welche sich nahe an aufgeklärten Standards in staatlichen Strukturen zu organisieren wissen, werden vom Rest als Ketzer verschrien. Da klappt etwas ganz gewaltig nicht.

Und ich behaupte, es hat mit dem – hier im Blog nicht unbekannten – Ausschliessen anderer Möglichkeiten zu tun.

„Es GIBT nur einen Gott… “ ist eine klare Ansage.

@gabi sie haben zum einen recht, zum anderen stelle ich mir seit graumer zeit diese fragen: ist unsere auffassung von demokratie die einzig wahre richtige? ist es nicht eine chance für diese länder ihre „eigene“ zu entwickeln? sind wir diesbezüglich massgebend und funktioniert denn unsere säkulare denn wirklich soooooo gut? kann man demokrati einfach exportieren? @macho word! absolut ihrer meinung mit ihren ausführungen zu „riad kohle in den arsch schieben“! WIR sind da so richtig beteiligt unter dem deckmantel demokratie, hüstel, hüstel kapitalismus – verlogen von uns, meine ich.

Staat und Religion sind für viele Muslime nicht trennbar, sogar für solche die den Weg des Ijtihad weitergehen und entwickeln wollen. Sie wollen die Scharia aber zeitgemäss anwenden und der Moderne Einlass gewähren. Was für uns widersprüchlich erscheint, kann funktionieren, wenn man von der strengen, buchstabengetreuen Deutung des Koran abkommt.

Man kann das jetzt so akzeptieren, den Gemässigten die Hand reichen, den Fundamentalisten im eigenen Land die Grenzen aufzeigen, denen in Arabien kein Geld mehr in den Arsch schieben, ->

-> und nach vorne schauen, oder man kann weiter den Hass schüren und die Fundis stärken mit einer verfehlten Arabienpolitik und islamophoben Politikern.

„Staat und Religion sind für viele Muslime nicht trennbar,“ Eben. Da gibt es dann auch keine Hand zu reichen.

Dann hiesse das ja nur Toleranz gegenüber der Intoleranz. Das läuft nicht.

Marie: Das ist wirklich (jetzt komm ich auch mit dem Ausdruck) Gutmensch-Blabla: „ist unsere auffassung von demokratie die einzig wahre richtige?“

Das alle dieselben Rechte und Pflichten haben, aber in ihrem Glauben völlige Gewissensfreiheit geniessen (so lange sie ihrer Umwelt nicht damit auf den Sack gehen!) IST DIE GRUNDVORAUSSETZUNG überhaupt jeder Demokratie. Sonst: NICHT Demokratie.

Ein Bisschen schwanger geht nun einmal nicht.

Demokratie, in einem Staat, der mit einer Religion verknüpft zu sein hat, deren Glaubenssatz lautet: „Es gibt nur EINEN Gott“ (also nicht: „Du SOLLST keine Götter neben mir haben), ist ein Widerspruch in sich, der bis jetzt noch keinem einzigen Staat wirklich bekommen ist. Übrigens: Versuchen Sie mir doch mal EINEN Staat zu nennen, der sich, innerhalb der letzten 100 Jahre, über die Religion begründet hat und heute nicht ein „gescheiterter Staat“ ist, oder knapp davor. Eben.

Marie; mit Verlaub: Die Themen sind nix für ein Bisschen Bauchgefühl.

das hat mit bauchgefühl sicherlich nichts zu tun gabi. aber ihnen ist ja auch schon aufgefallen, dass es so wie es heute so zu und her geht wir uns immer wie mehr in eine richtung entwickeln, die eingentlich nirgendwohin führt. gabi, noch einmal ich kenne die antworten nicht. nur eines weiss ich: wir müssen sehr darauf achten, nicht neoimperialismus zu betreiben. ich beobachte die entwicklungen in den arab. staaten mit grösstem interesse, aber auch ich mit einem gewissen unbehagen. aber ich backe die liberalen muslime und… hoffe. wollen sie sonst einmarschieren? ne, bewährt sich nicht.

Der kleine Rest meines letzen Beitrages ging wohl verloren. Egal. Was ich dir, Gabi, mitteilen will, ist, dass deine weltoffene, die dir als allumfassende, liberale raison de monde vorkommende Einsicht wiederrum nur sehr begrenzt erfassen kann, was in diesen Länder vorgeht. Ich will es nicht als Arroganz bezeichnen, doch stelle ich eine gewisse westliche Ignoranz in deinen Allerweltsheilmitteln fest. Lasst die Araber und Muslime erst mal selber walten. Vorallem bringt eine westliche Zwangsjacke nichts in diesen Ländern.

Ich empfände die Förderung der liberalen, aber echt muslimischen Strömungen in diesen Ländern als eine gute Alternative zu den islamophoben und auch naiven, neokoloniastischen Demokratiebombern, die grosse Teile dieser Weltgegend in den Krieg gestürtz haben.

Wieso wird mein erster Beitrag gleich freigegeben und mein zweiter nicht?! Wo ist mein Beitrag von vor 12 Stunden?! Was ist das für ein System?!

Ich empfände die Förderung der liberalen, aber echt muslimischen Strömungen in diesen Ländern als eine gute Alternative zu den islamophoben und auch naiven, neokoloniastischen Demokratiebombern, die grosse Teile dieser Weltgegend in den Krieg gestürtz haben

Moment mal… Die Allerweltsheilmittel kenne ich gewiss nicht und masse mir auch nicht an, dies zu behaupten.

Aber – scheint meine festgelegte Rolle hier im Blog zu sein – auf ganz offenkundige Unstimmigkeiten darf ich hinweisen.

Übrigens… Sie unterstellen mir, was ich dort unten alles tun und lassen wolle; bei Marie klingt sogar die Frage nach Einmarsch an. Sie täuschen sich: Für mich ist eine der Ursünden (neben der missglückten Staatswerdung Israels) gar nicht so weit vor 9/11 zu suchen: Die Annullierung der freien Wahlen Anfang 90er in Algerien war ein Verrat an allen vom Westen

@macho: „Was ist das für ein System?!“

Willkommen im internen Sieb, und nicht vergessen: unerschütterlich festhalten am Werbeslogan „wir bleiben dran“- egal wie benutzerunfreundlich manchmal die Gegebenheiten…

lauthals postulierten Werten. Dabei hatte DER ja genau diese Wahlen verlangt. Wurde aber mucksmäuschestill als – absehbar – die FIS gewann und das ganze „Demokratieexperiment“ abgebrochen wurde. Eine verpasste Chance nicht nur, sondern ein Riesenfehler.

Denn, was durch die nicht unerhebliche Sprach-(, Konfesions-) und Kulturbarriere zum Iran offenbar noch nicht bis in maghrebinische Hirne durchgedrungen war, sind die gravierenden Folgen im Alltag der Menschen, wenn fromme Muslime ans Ruder kommen. Da wäre Einiges im Zeitraffertempo gelernt worden.

Genauso wie in Südostasien wäre es wohl

zum Gegenteil des befürchteten Dominoeffektes gekommen: Also nicht, dass die anderen Staaten auch gleich kippen würden, sondern, dass die Nachbarn sich sehr schnell bewusst würden, was es heisst, wenn Religion und Staat eben nicht zu trennen sind; sprich: Die Religion dem Staat vorsteht; bzw. nur schon allzu deutliche Privilegien geniesst (ausgerechnet in Israel ebenfalls veranschaulicht). Oder aber die FIS hätte sich (die Jakobiner an der Macht) eben tatsächlich bewährt. Auch gut. Ist ja alles schön und gut für mich. Und interveniert sollte wirklich nicht werden müssen… Aber war das dann

im Falle Lybiens okay oder eben nicht?! – Nur mal zur Erinnerung: Hier wurde in keiner Weise FÜR etwas gekämpft, sondern bloss gegen einen Diktator. Aber der Kampfschrei war auf beiden Seite der genau gleiche, vollkommen sinnfreie Theo-Nihilismus: Allah-u-Akhbar. Unter dieser lapidaren Feststellung „Gott ist gross“ als Slogan könnten Sie sowohl Bibeln als auch Sodomiepornos vertreiben… Es ist einerlei. Es bringt bloss immer einen Fatalismus und ein Ausgeliefertsein (sprich: Absage an die Selbstverantwortung) zum Ausdruck: Inshalla! – So Gott will. Wie gesagt: Die sollen, die müssen das aus

probieren. Aber wir hier müssen gewiss nicht noch einmal nachsitzen gehen. Wir sind – gottseidank! 😉 – schon weiter. Deshalb müssen wir nicht so tun, als ob es ein Ausdruck von Toleranz wäre, wenn wir freundlich nicken, wenn von „Staat und Religion sind im Islam nicht zu trennen“ gesprochen wird.

Hier nicht. Und aus gutem Grund nicht. Denn aus diesen finstereren Gefilden sind wir ja gerade deshalb raus gekommen!

Das ist der Widerspruch, den wir offen benennen müssen:

Ist EINE Religion mit Absolutheitsanspruch vom Staat nicht zu trennen, so KÖNNEN nicht alle Bürger vor dem Gesetzt gleich sein.

Womit eine absolute Grundvoraussetzung für Demokratie schlicht und einfach nicht gegeben ist. Geht nicht! (& das Rad wird in Ländern wie der Türkei mit gutem Grund von den Islamisten gerade zurück gedreht)

Es ist „technisch“ nicht möglich. Wir helfen also gar niemandem, wenn wir sogar mitfaseln bei Fantasien von „eigenen Weg zur Demokratie finden“, wenn wir zugleich den Hinweis darauf unterlassen, dass dies ohne klare Abgrenzung zur Religion nicht klappen kann.

Apropos System: Sie ahnen es – hier fehlen einige Teile, was die Botschaft wohl ziemich schräg wirken lässt.

(aber natürlich kann ich nicht ausschliessen, dass es auch nach Freigabe noch für viele schräg bleibt… Ich hoffe dennoch darauf)

Hier noch ein guter Link zum Ijtihad:

http://www.usip.org/files/resources/sr125.pdf

oh, danke für diesen interessanten link.

@Frank Baum – ihre Religionsanalyse ist sehr oberflächlich. Bibel und Koran kann man nicht 1:1 vergleichen, weil nur schon das orthodoxe Interpretationsverständnis unterschiedlich ist. Während sich die Bibel als eine fortschreitende Offenbarung gibt, in welcher Menschen z.B. in ihrem eigenen Namen schreiben, gibt sich der Koran als letztgültige Offenbarung eines ewig im Himmel niedergeschriebenen Wortes, das sich durch das Medium Mohammed manifestiert hat. „Er ist aufgeschrieben, nicht geschrieben“, sagt der kundige Muslim. Deshalb ist dort keinerlei Relativierung statthaft.

Ach das hat sie bestimmt wieder mal gar nicht so gemeint.

Oder wollte einfach nur lustig sein; wie bei „eliminieren!“ damals.

((Jetzt, wo ich das grad niederschreibe fällt mir erst auf: Ich kann mich an keinen einzigen Anflug von Humor, oder auch nur einer Andeutung von Witzigkeit, aus den Schreibfingern von K. erinnern. Kaum Zufall. – Böse, böse Welt!))

So so hässlich sollen die Dinger sein. naja. ich denke nicht, dass diese Kollektion bei Boots rumliegen wird. Schwedisches Design. von Frauen für Frauen. tia.

http://en.lelo.com/index.php?collectionName=insignia-luxe

Ja, wir wolln‘ ma nicht so verkrampft sein: Wenn sich unsere Tochter dann- als logische Konsequenz unserer demonstrativ zur Schau gestellten Freizügigkeit- so einen Vibrator zum sächste oder siebete Geburri wünscht, würden wir alle selbstverständlich ganz frenetisch Ja! rufen, ja natürlich darfst du das, Schatz, welcher gefällt dir denn am besten?- oder, je nach Haushaltsbudschėe eben: Nei, nonig: Muesch zerscht dä vom Mami näh…

Warum soll es verklemmt sein, wenn man das Intimleben als intim betrachtet? Warum ist es ein Zeichen von Aufgeschlossenheit, wenn man alles an ein Maschinchen delegiert? Warum sind die Leute für alles zu faul? Warum wird Vulgarität zunehmend mit Erotik verwechselt?

Im Übrigen kenne ich keine Kinder, die mit dem Sexleben ihrer Eltern konfrontiert werden möchten.

Und wieso nimmst Du an, dass der Kauf eines Toys die Delegation der Erotik an ein Maschienchen bedeutet?

Ev. weil für A. Schwarzer schon nur das völlige Rasiertsein als Merkmal einer Professionellen zu gelten hat?

– Mit Dogmenhörigkeit alleine ist nun mal nicht besonders viel „Aufgeschlossenheit“ zu erwarten… Es sei denn die Inhaberin der Dogmengewalt schriebe es vor.

Aber können Sie denn andererseits Ihren Sybian denn mit der Energiewende vereinbaren?

PS: Kleiner Trost an Pippi: Zu meinem Erstaunen stelle ich fest, dass die gute, alte Alice in Bezug auf Burma Recht behalten zu haben scheint. Das habe ich vollkommen anders eingeschätzt. ((Geniessen Sie´s; es kommt von Herzen)) 😉 🙂

emm was hat Sybian mit Energiewende zu tun?

– Aber natürlich war der zugegebenermassen nur zum Hänseln.

Im Ernst fiele es mir gewiss nicht ein, Ihnen Ihre Reiterstündchen vergällen zu wollen. Find ich eh gut. Tun Sie nix Dümmeres.

würde sagen ja… ein sammelsurium sondergleichen. das unaussprechbare an gegenständen. aschenbecherfrösche, gardinen mit 70ies style (DAS in den 80ern), wc-bürstli halter in form einer katze, türspion deko in form einer sexy posierenden frau (wenn man das schüppli hob, konnte man durch den spion gucken), telefonhörer dekoration aus polyestergoldbrokat… alles was so kitschig ist, dass einem die worte fehlen… vergleichbares ist mir seit dem nie wieder unter die augen gekommen (gott sei dank – und ich bin KEINE ästhetin).

Bloss: Wie soll Mamma das der 2jährigen beibringen?

BTW und an die alten Knacker hier: Mögt ihr euch noch erinnern an die „Ackermann“-Katalöge? Wo unter „Hygieneartikel“ so fleischfarbene Stäbe angeboten wurden? Und der mit der Krümmung eignete sich besonders gut für die G-Punkt-Massage!

und der vedia katalog nicht vergessen! da gab es auch noch unter dem stichwort hygiene hinter der sammelecke (kleine eulen, schweinchen etc pp) auch noch das gleitmittel dazu… 😉

DEN hab ich nie gekannt. Hab ich was verpasst?

Mich fragten sie mal, wozu Unterhosen mit einem Loch drin gut sein sollen. Erst dachte ich, sie meinen Männerunterhosen, und antwortete entsprechend. Nein, für Frauen. Da schaute ich dann genauer hin, und sie studierten einträchtig den Bader-Katalog…

Ich finde der Aufschrei schiesst klar übers Ziel hinaus. Wieso können Erwachsene es nicht mal locker nehmen. Soll das Kind doch fragen, was das ist, daran wird es nicht sterben und wenn einem das die Schamesröte ins Gesicht treibt, tja pech. Mir wäre das nicht peinlich, so weit ich das jetzt beurteilen kann. Und „DIE ANTWORT“ darauf gibt es nicht, ich finde die Autorin hat es gut gelöst. Wäre das Kind älter, würde ich den Ansatz des Vaters aber bevorzugen, einfach ehrlich sein. Ich wurde übrigens nie aufgeklärt von den Eltern, das hat die Gesellschaft + meine Neugier gut alleine hingekriegt.

Bedenklich finde ich eigentlich nur, dass die Toys unverpackt im Regal liegen sollen. unverpackt!

von wegen Prüderie: selbst Walmart – eine eher familienfreundliche Kette, verkauft die Dinger, seit Jahren. Der Konzern hat seinen Hauptsitz im Biblebelt in Arkansas.

Aber für viele schlüpfrige Kommentare ist es eh gut.

Die besten sind nicht pluggable,sondern rechargeable, pro Ladung 4 Std….

Das Wort „schlüpfrig“ in diesem Zusammenhang wirkt irgendwie lustig, Katharina…

hmm…, mögliche antwort 3: doooch liebes, das sieht fast so aus wie nessi, und ich könnte mir vorstellen, dass man damit in der badewanne ganz toll spielen könnte.

ob da die batterie mithält? auf alle fälle model kabel ist nicht zu empfehlen! auch wenn alles was ein kabel hat, zum muttertag geschenkt wird – auch pralienen.

… Vibrator mit Wasserantrieb statt Batterie? Wer ist hier Erfinder? Ökologisch, lärmarm…

ähm… wasserrad? betrieben von der dusche oder über pedale; wer tritt dann während des betriebs in die pedale… fragen über fragen.

Hab ich mich auch gefragt…. oder produziert Francesca so viel Wasser, dass es zum Vibratorbetrieb reicht? 🙂

Drum fragte ich ja nach einem Erfinder… Daniel Düsentrieb, wo bist Du?

P.S. @alien: wir hatten’s von der BADEWANNE. Da hat’s einen HAHNEN, aus dem kommt WASSER. Da muss nicht ich welches produzieren, Lappi.

hmm…, mögliche antwort 2: liebes, du suchst dir hier eine neue zahnbürste aus, damit dich die zahnfee ganz fest lieb hat, und mami kauft noch einen „blauen drachen“, bis ein richtiger märchenprinz mit einem grossen schwert kommt.

sie besitzen eine beneidenswerte (gebe ich zu!!!) phantasie… mehr davon. 😀

hmm…, oder was nach phantasie aussieht, ist ganz einfach ausdruck meiner begrenzten fähigkeiten, wenn es darum geht, aus plastilin etwas auf anhieb erkennbares zu formen. wobei die weibliche phantasie die männliche ja um längen übertrifft.

ich und 89 meiner geschlechtsgenossen hätten versucht, unsere jacken und mützen an dieses blaue ding zu hängen. zehn von uns hätten probiert, damit eine bierflasche zu öffnen. frauen hätten es wohl auf anhieb erkannt, wobei 50% es wahrscheinlich mit dem „lätzen“ ende zuerst versucht hätten.

Wie heisst es eigentlich, wenn Boots einmal einen Relaunch machen muss? Reboot?

hmm…, diese offenbar etwas kontroverse sortimentserweiterung würden nerds wohl unter „plug & play gadgets“ abspeichern.

Wer braucht das hässliche Zeug? Ich kann’s ja verstehen, bei alten Leuten, die Arthrose in den Fingern haben, aber sonst? Einfach nur widerlich!

Hm… schon ausprobiert? Verhindert einen Tennisarm… 😉

Die Maori sollen ja prächtige Schnitzhandwerker sein…

Da kann das Plastikzeug natürlich nicht mithalten.

Es ist zwar Tratsch, aber mein Nachbar ( Homo) ist mit so einem selbst geschnitzten Ding tot in seinem Bett gefunden worden;… Herzinfarkt . Also ganz ungefährlich sind diese Holzdinger nicht Gabi ! 😳

herzinfarkt wegen holz?????? war er dagegen allergisch? oder war das ding „so lang“? hm…

Also,… ich war ja nicht dabei…aber es war sicher „eine Kombination von… “ möglich auch nicht die „guten“ Schnitzmesser gebraucht ?

hmm…, das schwule männer auch oft so übertreiben müssen. den meisten leuten reicht es schon, wenn sie beim orgasmus „…gottes füsse berühren“ (redewendung auf die ich nicht näher eintreten will), aber die müssen sich natürlich gleich durch die himmelspforte katapultieren, um uns heteros zu zeigen, was ne harke ist.

Also wenn wir uns das weiterdenken, so liesse sich ev. eine weitere Theorie ableiten, wieso die Osterinseln bei Ihrer Entdeckung nicht mehr bewohnt waren.

… Die Maori… Die haben so was!

Hey, Reto: Wie geht denn bitte das mit dem errötenden Smiley, Sie Siebensieäch?!

Verklemmi!!! „ihrer“ natürlich…. Nicht „Ihrer“!

Könnte dann (schlechte Schnitzmesser) ev. einem relativ unverfänglichen Aufrissversuch zu Gute kommen:

„Du… ich han da nöimäd ä Schpriessä. Chasch Du mir moll hälfe, diä usä z zieä?“

@auguste ich glaube retos nachbar ist ganz einfach glücklich gestorben. er hätte den herzinfarkt im büro oder im einwohneramt haben können. ich wusste schon immer, dass schwule einfach lustvoller leben als wir heteros…

Na Gabi, dies ist natürlich ein Geheim des Koch`s…aber trotzdem, schieb dir irgend etwas rein was dir gefällt, Haarbürste oder so…danach smilen… und der rote Kopf kriegst du von selber. ( 20 min backen )

Hm, lieber Plastik, stelle es mir schwierig vor, dort Spryssen zu entfernen …

… aber jedem das seine… http://www.forest-eden.com/

… und beim Pariser „Jutte statt Plastik“…

„Ich kann’s ja verstehen, bei alten Leuten, die Arthrose in den Fingern haben, aber sonst? Einfach nur widerlich!“ – sorry, aber, what aore you smoking? Die Aussage ist erstens ein Affront gegen Leute, die wirklich Arthrose haben, zweitens ein Affront gegen alte Leute im allgemainen – die sind ja nicht asexuell, und drittens gegen Leute, die mit den Spielzeugen viel Spass haben. da ist nichts widerliches dabei….

… Sie werden sagen: Haben wir ja gar nicht!

… Ich werde sagen: Noch nicht. Sie waren kurz davor.

In diesem Sinne sollten Sie mir dankbar sein. Als kleinster (aus Ihrer Perspektive: niedrigster) gemeinsamer Nenner wird das unerwartete Auftauchen des Feindbildes für eine ganz schnelle Beruhigung zwischen Ihnen Beiden sorgen.

Sie sollten mir für die Harmonie, die ich Ihnen so oft beschere, eigentlich dankbar sein!

Was ich WIRKLICH, WIRKLICH sagen will, gäll!? Widerspentigen-Niveau, Katharina!

– Lennon und McCartney waren gewiss auch hinter Ihnen persönlich her, als Sie „Hey Jude“ komponierten!

… Und darüber, wer bei den Beatles Linkshänder war, muss ich Sie – die schliesslich weiss, was WIRKLICH, WIRKLICH hinter den Kulissen des Patriarchats gespielt wird – gewiss nicht mehr aufklären; oder?!

Hauptsache einfach. Klare Gegner, klare Bilder, klar Fronten und so…

Wo ist bitte Katharinas Beitrag von zw. 0846 und 0832 geblieben, wo Sie meint, ich könnte (fits to your austrian location) doch auch gleich „verfickter Jude“ schreiben?

Wenn Sie den rausnehmen, sollten Sie auch die Nachfolgenden nicht mehr drin lassen.

Macht ja wenig Sinn; oder?!

Ich korrigiere: zw. 0846 und 0932 Neun!

Mich erstaunt eigentlich eher, dass sie hier ungestraft weiter tun dürfen. Herr G.

Ich glaube, Sie würde in der echten Welt dort draussen gar Manches erstaunen.

Ihr hebräischer Beitrag ist nun auch plötzlich – noch später – verschwunden.

ist das dem Red.-Filter zu verdanken (wäre komisch… nachträglich?!) oder ist das Ihren alten Blockwartreflexen (im Namen des Guten, versteht sich!) geschuldet, Katharina.

(und hey… Wollen Sie die Nickspielchen nicht endlich sein lassen? Sie sehen doch selbst, zu wieviel Verwirrung das in den Köpfen derjenigen, die´s spielen zu müssen glauben, führt)

Das sind Probleme der Erwachsenen, nicht der Kinder. Weshalb sagt man nicht einfach und klar, was es ist? Diese Verklemmtheit, unglaublich. „Bei einer Frau gibt es angenehme Gefühle, wenn man die Muschi massiert, und das Ding da heisst Vibrator und ist ein Massagestab, den man dafür benutzen kann. “ So what? Ich habe es immer so gehalten, unpeinlich und gerade heraus. Damit sind die Kinder dann auch zufrieden. Die merken doch, wenn die Mami rumdruckst und einen roten Kopf kriegt. Sind wir denn noch nicht weiter?

Finde ich vernünftig. Ich hoffe, ich werde auch mal so reagieren.

wie was jetzt Franca? so hast Du das gesagt? Also ich hätte als Kind soviel Information nicht wissen wollen, nicht über meine eigenen Eltern… schon rein nur der Gedanke… würg… aber klar wenn du das kannst.

vielleicht krieg Mami ja gar keinen roten Kopf? Franca, warum die Leute, welche anders denken, immer gleich in die Verklemmten Ecke stellen? Vielleicht sind die gar nciht so verklemmt sondern halten es einfach für infantil wenn man sich gezwungen fühlt Kleinkindern die komplexe Erwachsenenwelt aufzudrücken, welche diese überhaupt nicht interessiert.

Für Sex interessiert sich ein Mensch ab Pubertät. Für Sexspielzeug interessiert sich ein Mensch, wenn es beim Sex nicht so gut läuft.

Interessant wäre ja auch zu wissen, wieviel eine Zweijährige vom Erklärten begreifen kann. Meine Kleine, die zwar etwas jünger als zwei ist, könnte komplexe Sätze auf keinen Fall verstehen geschweige denn richtig einordnen, was sie aber keinesfalls hindert „pe’che?“ mit grossem Augenaufschlag, ernstem Gesichtchen und strahlendem Lachen zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit von sich zu geben.

Die (momentane) Standard-Antwort meines Vierjährigen – der´s wohl auch nicht vollkommen sinngemäss erfassen könnte – auf die allermeisten Erklärungen oder Hinweise wäre auf Francescas Ausführung auch nicht schlecht:

Bei meinem wäre ich eher gespannt, was von den Ausführungen er dann mit ernstem Gesicht fremden Leuten erklärt 🙂

@xyxyxy: Vielleicht sind sie aber auch einfach verklemmt. Soll auch mal vorkommen, auch wenn das natürlich niemand von sich selber behaupten würde…

@Roth: das hätte ich so gesagt, sagte ich nicht, weil ich nicht in der Situation war. Aber in ähnlichenSituationen: Meersäuli, die sich begatten, Kondome in Regalen, was weiss ich. @LauraTI: bei einer Zweijährigen würde wohl „Massagegerät“ reichen, aber das ergibt sich dann ja aus dem Dialog, der folgt. @xyxyxy: von wegen Pubertät… Kinder entdecken ihre Sexualität sehr viel früher! @Sportpapi: stimmt, die Kindergärtnerin meiner Älteren war nicht erbaut, als diese den andern erklärte, die Meersäuli würden Buschi machen, als das Männchen auf das Weibchen stieg. Ich verstand sie nicht.

@sportpapi – ja vielleicht bin ich verklemmt – einige finden das, weil ich nicht zu Nutten gehe und Sex mit Minderjährigen abartig finde und meine Frau nicht betrüge. Ok, damit kann ich leben. Aber wissen Sie, ich begründe meine Argumente und habe das einzige Argument von Franca (wers nciht macht wie ich, ist verklemmt) begründet zurückgewiesen. Interessant für mich, dass nun die Fraktion mit dem Ich-bin-nicht-verklemmt-Heiligenschein nicht in der Lage ist, auf einer etwas differenzierteren Argumentationsbasis zu diskutieren. Nicht sehr überzeugend.

Alleine für die Anmerkung, dass es dennoch auch im Bereich des Möglichen liegt, dass sie (und es war ein kleines „S“, das Sportpapi im Gegensatz zu mir glaub bewusster einzusetzen vermag) eben doch verklemmt seien, muss man keine Argumente bemühen.

Es ist einfach ebenso gut möglich, wie Ihre Interpretationsmöglichkeit. (oh: beim bewussten „i“ hat´s sogar geklappt)

@xyxyxy: ich habe einerseits moralische Skrupel mit der Lügerei, andererseits mag ich nicht auf die Schiene „das ist noch nichts für Dich“ ausweichen, weil mich das selber früher traf, ich fühlte mich ausgeschlossen, klein gemacht. Deshalb bin ich direkt, aber natürlich immer altersgerecht. Von wegen Nutten und Untreue: die Verklemmten sind die schlimmsten ;).

@Franca – jetzt haben sie ja doch ein Argument aufgegriffen – eines. Alles ist Sexualität. Wir sind sexuelle Wesen. ABer für SEx interessieren sich Menschen in der Regel erst ab der Pubertät. Natürlich interessieren sich auch Kinder dafür, dass Buben ein Schnäbi haben und Mädchen nicht. Mein 3 jähriger flirtet auch mit allen schönen Frauen. Aber es interessiert sie nicht dass ich meinen Sch…. in ihre Mami reinstecke. Ich würde es ihnen gerne erklären, aber sie wollen es gar nicht wissen. Sie verstehen, dass ich, wie sie, gerne mit Mami kuschle.

@xyxyxy: Sie haben aber schon gesehen, dass ich das sie kleingeschrieben habe, oder? Meine Aussage war eigentlich nur: Es gibt tatsächlich auch verklemmte Leute. Und eigentlich sehe ich da nicht zwei Fraktionen, sondern eher zwei Pole. Aber ich finde schon, dass die Gesellschaft generell immer verklemmter, immer prüder wird. Da tun wir den Kindern nicht immer einen Gefallen damit.

@xyxyxy Ich reihe mich auch gerne unter die Verklemmten ein, denn ich würde meiner Kleinen auch nicht „Massagestab“ beibringen wollen, dazu ist sie schlicht zu klein um auch nur einen Hauch einer Ahnung zu haben, was das bedeutet. Meine Grossen würden von mir auch nicht wissen wollen, ob und wann ich so ein Teil benutze, das gehört für mich schlicht nicht zum Tagesgespräch.Aufklärung ja, aber lasst doch den Jugendlichen auch noch Raum gewisse Dinge selber zu entdecken, wir haben das auch geschafft ohne darauf gestossen zu werden.

Und dass wir uns richtig verstehen. Von beibringen oder gerne erklären wollen ist bei mir auch keine Rede. Ich gebe nur altersgerecht eine korrekte Antwort. Und ich weiche den Themen nicht aus, wenn sie an mich herangetragen werden.

hmm…, keine sorge xyxyxy, auf einer sex-achse mit beate uhse am rechten und dem papst am lätzen ende fummelt die grosse mehrheit irgendwo um die mitte rum (gauss passt hier so gut wie plastikguss).

sie hat sich festgelegt, wo sie steht…

youtube: suzanne vega – left of center

Das mit dem immer-verklemmter-werden ist mir beim Umziehen in Schwimmgarderoben, bzw. Duschen, bewusst geworden.

Ich habe das Gefühl, dass sich grad die Jungen in einer Art und weise gschämig abwenden und sich kaum mal trauen die Badehose runter zu streifen, wie ich das aus meinen Erinnerungen für dieses Alter nirgends abzurufen vermag.

Eben. Dass Mädchen und vor allem junge Frauen im Sportverein oder im Schulturnen nicht duschen war schon früher verbreitet. Aber junge Männer, die in der Unterhose unter die Dusche steigen (selber erlebt!), das ist wohl eine neue Erscheinung.

…Aber gäll: Nicht, dass Sie dies nun als Aufforderung missverstehen, bei Ihren Schülern künftig persönlich sicher zu stellen zu müssen, dass die auch wirklich alle völlig nackt sind, beim Duschen!

(man kann ja hier im Blog nicht mehr vorsichtig genug sein mit den zahllosen Möglichkeiten zum Ableiten skuriler Intentionen!)

Franca2 …. dass mein Kuscheln, noch eine ganz andere Dimension hat. Können sie gar nicht verstehen. Warum sie also damit bemühen? Ich finde nicht, dass ich meinen Kindern erklären muss, dass in der Ritterburg auch Menschen zu Tode gequält wurden. Und was zu Tode quälen im Detail bedeutet. Ich finde nicht, dass wir sie mit der komplexen Erwachsenenrealität bemühen müssen. Dass sie hingegen schlechte Erfahrungen „das ist noch nichts für dich“ nicht wiederholen wollen, ist für mich ein echtes Argument, das kann ich gut nachvollziehen. Also nichts für ungut.

Ich bin ja beim Thema Islamophobie – oder was man dafür hält – nicht auf Ihrer Linie. Lustigerweise sogar – man höre und staune – auf jener der guten, alten Alice Schwarzer.

Sie berichten (das Unterhosenbsp.) über genau das, was ich damit ansprechen wollte. Und ich hab mich echt schon gefragt, ob ich einfach bloss immer die Ausnahmen sehe. Scheint aber wirklich nicht so zu sein.

Ich möchte als Hypothese schon mal in den Raum stellen können, dass diese Verklemmtheit mit dem Anschwellen des muslimischen Anteils der Gesamtschülerschaft einher geht.

@Sportpapi – mir fällt das auch auf. Im Fitness ist es die Minderheit der Männer, welche überhaupt noch duscht. Die steigen verschwitzt in ihre Jeans um zu Hause zu duschen. Echt komisch. Gleichzeitig reden wir über Vibratoren-Aufklärung für 3 Jährige. Da passt doch etwas nicht zusammen.

hmm…, nur um sicherzugehen, gabi: kriegt man, wenn man auf die frage einsteigen würde, die aussage jenes posts auf alle ewigkeit aufs brot geschmiert?

@Gabi – da würde ich ihnen widersprechen. Ich glaube eher, dass der totale Sexoverkill dazu beiträgt. Diese Tonnen an Porno machen Impotent und schmälern womöglich das Selbstwertgefühl. Dieses ständige Reden über Intimität und so tun als ob, es gar keine Intimität mehr gibt, führt letztlich zu einem ungesunden Rückzug, nicht in eine gesunde natürliche Intimität, sondern eben ungesunde Verklemmtheit. Meine These.

schliesse mich xy an! einmal mehr: word!

@sportpapi – jetzt begreif ich erst, die ganze Geschichte mit dem kleinen S. Neue deutsche Rechtschreibung: mit sie kann auch Sie gemeint sein – toll, das fördert das Verständnis. Im übrigen achte ich selbst wenig auf die Grammatik wenn ich hier in eile meine Sätze hinschreibe.

Zurück zum Thema. Man sollte auch noch bedenken, dass jedes Wissen eine gewisse Reife verlangt. Meine Buben würden in ihrer Kindlichen unverklemmt heit, ohne jedes Problem die Kassiererin fragen oder die Frau im Lift, ob sie sich auch einen Vibrator in den Spalt steckt, wenn ich ihnen das Teil im Detail erklären würde

@Gabi: Sie sind beim Thema „Islamophobie“ nicht auf MEINER(?) Linie? Wie ist denn da meine Linie? Zum anderen sehe ich drei Gründe, aber keine hat mit dem Anteil muslimischer Schüler zu tun – wenn schon mit den Freikirchen. a) Sexualisierung der Gesellschaft und Rückzug ins Private, b) Übergriffshysterie und c, Hauptgrund: Verbreitung von Handys mit Foto-/Filmkamera…

@xyxyxy: Ich versuche manchmal, den überbordenden Fleischkonsum meiner Kinder (2/4) zu bändigen, indem ich ihnen erkläre, woher das Fleisch stammt. Die Information kommt an, wird aber nicht wie erwartet verarbeitet. Ich glaube, die Kinder schützen sich da ganz gut selber. Heisst: Ich muss ihnen die Sachen weder zeigen noch erklären. Aber es schadet auch nichts, wenn sie es mal sehen.

@ Sportpapi… Ich hab Sie in einigen Statements (z.B. auch zur Minarett-Initiative oder SVP-Themen dahingehend) so in Erinnerung, dass ich annehmen muss, ich wäre da „islamophober“ als Sie.

… Auch wenn ich Ihre detaillierte Position nicht genau kenne. Das stimmt.

@ Auguste: Das ist Blödsinn, und das wissen Sie: Diejenigen, die Ihre Antworten immer wieder aufs Brot geschmiert kriegen, sind jene, die mit ihren eigenen Antworten nicht umgehen können… Wenn sie plötzlich doch irgendwie nicht ins Konzept passen oder ständig Ausnahmeregelungen geltend gemacht werden.

Zähl ich Sie nicht zu!

@sportpapi – einverstanden, Kinder sind ziemlich robust. Deshalb finde ich das auch nicht weiter schlimm, wenn ihnen Francesca den Massagestab erklärt. Ich finde es einfach nicht nötig und auch nicht verklemmt, wenn ich das nicht tue. Wenn Kinder unbedingt wissen wollen, genau wissen wollen, dann bin ich natürlich auch dafür, dass man ihnen die Wahrheit sagt und sie nicht anlügt. Wenn sie z.B. fragen, warum wird mein Pfiifeli so hart. Dann sag ich. „Das ist gut. Das bedeutet dass du gesund bist.“ Nicht gelogen. Eine Antwort, die man nach Reife weiter ausbauen kann.

Übrigens ist das ein guter Hinweis, Sportpapi:

Sie haben Recht: Den Freikirchenfimmel und das ganze Sektiererische gab´s damals auch noch nicht in diesem Masse.

Und – klar – natürlich kann ich es nicht einfach „den“ Muslimen in die Schuhe schieben. Kam für mich aber schon mit den vielen Emigranten auf aus Kulturkreisen (Balkan darf da ausdrücklich dazu zählen), die extrem bemüht sind, in jeder Sekunde als besonders „männlich“ gelten zu können und eine Homophobie an den Tag legen, gegen die eingeschworene Teapartygänger schon als Schwuchteln gelten würden.

@Gabi: Ich habe einfach etwas gegen Pauschalurteile (siehe ihr: „kennst du einen, kennst du alle“). Geäussert habe ich mich zur Minarettinitiative, die ich für völlig falsch halte. Übrigens musste ich mich in letzter Zeit ausserhalb des Blogs eher in die andere Richtung wehren… Es ist ein Minenfeld!

Ja, ist es natürlich.

Dass man um ein gewisses Pauschalisieren nicht rum kommt – in der Politik schon gar nicht – ist mir klar. Wenn Sie für riesige Bevölkerungsgruppen Entscheide fällen, geht es schlecht ohne. DIE Rentner. DIE Arbeitnehmer. DIE Krankenversicherten. …Und eben auch DIE Muslime.

Für mich war die Initiative willkommener Anlass, dass endlich mal mehr darüber gesprochen werden MUSSTE. Deshalb ist die für mich völlig okay. Zudem möchte ich nicht einmal, dass alleine der Hinweis „Das ist nun mal mein Glaube!“ alleine genügt, das wir eine Glaubensmodell als gleichwertig ansehen

Ich wäre also froh, gäbe es eine sehr breit geführte Diskussion darüber, was Religion ist, bzw. ab wann oder nach welchen Kriterien wir eine Religion als etwas annehmen, dass unserem Gemeinwesen nutzen bringt…

Die schiere Anzahl der Anhänger kann´s für mich ebenso wenig sein, wie der Hinweis drauf, dass es äusserst leidenschaftliche Anhänger gibt oder gar, dass dies im Gegensatz zu Anderen nun aber die einzig wahre Religion sei.

…Denn dann müsste auch meine Lieblingssekte (bzw. mein Lieblingsguru: Uriella rules!) Fiat Lux vollkommen anerkannt werden können.

also Gabi, solange Religion das ist was es eigentlich sein sollte, nämlich ein persönliches eigenes Instrument des Seelischen und Geistigen Wohlbefindens jeder für sich und nicht ein Macht- und Steuerungsinstrument um Massen aufzuhetzen, aufheizen, manipulieren und klein zu halten und zu guter letzt das Geld den Gläubigen aus den Taschen zu ziehen.

… soll jeder das Glauben und tun was für ihn am besten passt. Religion ist für sich gesprochen nicht gefährlich jedoch die Interpretationen der Religionsführer sind es.

Das ist mir schon etwas zu einfach, E.H.Roth.

Bzw…. Es ist vollkommen richtig, wenn die entsprechende Religion genau das bewirkt, was Sie sich erhoffen. Gut so.

Was machen wir mit „Religionen“, welche jenen Möglichkeiten, die Sie offenbar auch nicht schätzen, Tür und Tor öffnen?

Genau deshalb hätte ich mir nach der Initiative noch mehr Diskussionen gewünscht.

Es macht einen Unterschied, ob Sie – zum Thema Interpretation – Wort, Werk und Leben des Stifters verbiegen müssen oder ob Sie im Gegenteil einfachaus diesem heraus all das ableiten können, was Ihnen offenbar auch zuwieder ist

Es ist doch kein Zufall, dass ausgerechnet jene Zweige des Islam – z.B. Aleviten, Imaeliten, etc. – welche einen äusserst toleranten Islam leben (und interessanterweise dann automatisch auch über das höher entwickelte Gemeinwesen verfügen) von den Hauptströmen als Ketzer betrachtet werden.

Gucken Sie doch einfach, wie´s nun nach der Arabischen „Revolution“ (der von beiden Seiten offenbar unter demselben sinnfreien Wahlspruch geführt wurde: „Allah-u-Akhbar!“) WEITER geht.

Al-Baradei ist vor Enttäuschung schon mal zurück getreten.

Aber das – muss ich zugeben – ist ein ganz anderes Thema.

ich kenne persönlich alevite und das hat ehrlich gesagt nicht wirklich viel mit islam zu tun, eher am rande. aber auch unter den aleviten gibt es durchaus solche, die ihre traditionen „hardcore“ leben… an religionen ist eigentlich nichts einzuwenden, aber vllt sollte man die traditionen, die ua.a damit einher gehen endlich in frage stellen.

@Gabi: Ganz simpel: Die Menschen sollen an ihren Taten und von mir aus Worten gemessen werden. Aber nicht an ihrer Religionszugehörigkeit, auch wenn da natürlich ein grosser Zusammenhang bestehen kann. Sonst müssten wir uns ja wohl auch noch einiges anhören, auch wenn wir weder papstgläubig (als reformiert fein raus) noch Kirchengänger sind…

@Marie: Welche Traditionen sollt „man“ denn in Frage stellen? Z.B. dass der Sonntag kein Arbeits-, sondern ein Ruhetag ist? Was noch so?

beschneidung, verhüllung, zwangsheirat… usw ich meinte natürlich gewisse traditionen, die die lebenswualität beeinträchtigen… also sportpaps, geht es ihnen heute ums angreifen? falls nein, alles io. aber ursprünglich ging es in diesem thread ja um „verklemmtes“ verhältnis zur sexualität. und ich erachte die religion in unseren breitengraden diesbezüglich nicht wirklich ausschlaggebend in dieser sache – sicherlich ist es thema, aber xy hat es ganz klar auf den punkt gebracht, worum es eigenltich geht.

Man sollte gewisse Traditionen in Frage stellen.

Ja wohl die, die diese pflegen. Und wenn nun deren „Religion“ dies verbietet, dann können wir hier lange schwadronieren, was doch noch nett wäre, wenn´s geschehen würde.

Der Koran ist das niedergeschriebene Wort Gottes (deshalb übrigens auch die Aufregung um Schändungen, die Christen so kaum nachvollziehen können) und sakrosankt. Nix zu deuteln!Chefentscheid quasi

Da wird z.B. nicht „hinein interpretiert“ sondern steht klar drin, dass Abtrünnige getötet gehören. Was mach ich mit so was?!

…die die es betrifft und vllt sollte man auch einsehen, dass der koran schriftlich 632 n. chr. (ca.) „niedergeschrieben“ wurde. ist seeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr lange her. aber die iren kämpfen ja auch schon seit ein paar hundert jahren gegen die anglikaner 🙂 weshalb sind sie darüber so entrüstet? ich habe übrigens weder berührungsängste noch angst vor dem islam – ich kenne mehrheitlich nur sehr liberale muslime und das ist in europa die mehrheit. es ist und bleibt eine gratwanderung.

@Marie: Es gibt Traditionen, die haben sich längst verselbstständigt, haben heute für viele mit Religion nichts mehr zu tun – Denken Sie an unsere Feiertage. Recht haben Sie da, wo „Traditionen“ gegen unsere Gesetze verstossen. Aber da braucht man ja eigentlich nicht mehr, als diese anzuwenden, oder?

„Im Prinzip JA“, wie Radio Eriwan hier antworten würde.

@sportpapi wir meinen beide das gleiche aber wir reden mal wieder aneinander vorbei… 😀

@Gabi: Ich möchte keine Religions-Debatte vom Zaun brechen. Trotzdem: Es ist keine Frage, was im Koran drin steht, sondern wie ich den Koran auslege. Genauso verhält es sich mit der Bibel. Im Alten Testament finden sich Stellen, die die Juden zum Völkermord aufrufen. Das Verhältnis zur Sklaverei in Neuem und Alten Testament ist bestenfalls ambivalent, Frauen gehören zum Inventar (in der Rangliste oft genug hinter Haus und Vieh aufgeführt). Was uns von der islamischen Welt unterscheidet, ist die Aufklärung und nicht die Heilige Schrift auf die man sich beruft.

@Sportpapi: Werden wir wirklich immer prüder? Die Geschichte mit dem Duschen mag zutreffen. Ist mir ganz offen nie aufgefallen, aber das mag sein. Nur, hat das wirklich etwas mit unserer Einstellung zur Sexualität zu tun wenn man im Gegenzug die Sextoys heute im Drugstore findet? Ich denke, das Verhalten in öffentlichen Duschen hat mit der Verbreitung von Handycameras zu tun und was man nicht alles im Internet findet.

Danke, Frank Baum, wir sind uns ja mehrfach einig. Ich habe das mit den Handycams oben geschrieben. Zudem glaube ich nicht, dass wir immer prüder werden. Nur schlägt das Pendel wieder einmal mehr in diese Richtung aus.

„Für Sexspielzeug interessiert sich ein Mensch, wenn es beim Sex nicht so gut läuft.“ – das ist eine sehr kühne Behauptung, xy, und erst noch falsch.

Mann, da muss ich Kathy aber zur Abwechslung einmal recht geben, xy: Sex ohne Toys hat gar nichts zu tun mit Flaute im Bett, ganz im Gegenteil!

@Zufferey: Lesen Sie noch einmal!

“ Es ist keine Frage, was im Koran drin steht, sondern wie ich den Koran auslege. “ – wiederum: Im Prinzip ja.

Aber eben: Wenn das Auslegen an sich schon als Sünde deklariert wird, ist das (im wahrsten Sinne des Wortes) verdammt schwierig. Wir sprechen ja schliesslich nicht über irgend ein Detail aus der Vergangenheit zum Thema Mühlstein reinigen, oder so. Dem würden wir einfach mit dem Hinweis begegnen: Wer verwendet heute noch persönlich Mühlsteine?

Es geht um Dinge, die gerade in einer multikulturellen (= nicht monoreligiösen!) Welt wichtig sind. Umgang mit Konvertiten z.B.

@Sportpappi: Das habe ich nicht verstanden: „Zudem glaube ich nicht, dass wir immer prüder werden. Nur schlägt das Pendel wieder einmal mehr in diese Richtung aus.“ Also sind wir jetzt eher prüder als früher oder nicht? Zu Ihrem Bsp. oben: Wenn ein Typ in Unterhose unter die Dusche geht, ist das in meinen Augen eher ein Motiv für die Handycam als wenn er ohne auftaucht.

Das Argument mit der Handycam genügte mir übrigens auch nicht: Wer läuft schon in der Dusche mit ner Handycam rum, die draufhält? Was würde wohl – grad von den Unterhosenduschern ausgehend – dann passieren?

>Nein, nein… Da hat sich wirklich irgendwo was verschoben.

Sportpapi sagt am 16. Januar 2012 um 21:28: „@Zufferey: Lesen Sie noch einmal!“

Wie ist DAS denn zu verstehen, Sportler?

@Frank: Da es früher schon mal prüder war, und jetzt wieder wird, ist das nicht einfach eine Entwicklung. Für mich wechselt das über die Jahrzehnte immer wieder mal. @Katharina: Ich glaube, Zufferey hat sie 100& falsch verstanden. Gerade anders herum.

Sportler: „gerade anders herum.“ – also da denke ich Sie lesen zuviele narzisstisch eklektische Monologe. Meine Aussage war klar und er gibt mir recht. was soll daran nun verkehrt sein. explain……

@Katharina – ja, das war eine gewagte These von mir, von wegen „wenns beim Sex nicht so läuft“ – aber ich sprech für die Mehrheit der hundsnormalen Heteros. Sextoys wurden erfunden um Orgasmusprobleme oder Orgasmusflauten zu beheben. Wenn beim Heteropaar alles blendend läuft und ständig Meisterficks und gemeinsame Höhepunkte zelebriert werden, wer lechzt dann schon nach einem Vibrator? Ja sicher irgendjemand bestimmt, aber glauben sie mir, die Allerwenigsten. Die unendliche Auswahl an Sextoys beweist doch nur, dass die Allermeisten eben nicht die Sexhelden sind, die sie alle vorgeben zu sein

@Katharina: Auch du: lies noch einmal. Oder hast du es nun gesehen, dass Zufferey keineswegs deiner Meinung war?

Sportler: oh really? Dann verstehen Sie wirklich nur eindimensionale Worte.

@Katharina: Das war die Aussage Zuffereys: „Sex ohne Toys hat gar nichts zu tun mit Flaute im Bett, ganz im Gegenteil!“. Ich übersetze gerne für dich: „Guter Sex braucht keine Hilfsmittel. Wenn Toys dazu kommen (müssen), ist dies ein Hinweis auf Flaute im Bett“. Wenn das auch deine Aussage ist, dann nehme ich alles zurück und behaupte das Gegenteil…

Mal sehen, ob´s durchdringt, Sportpapi…

hmm…, mögliche antworten 1: ja liebes, das ist eine blaue schlange, die ein „c“ verschluckt hat und jetzt zittert sie am ganzen leib.

Der war gut! 😀 Vielleicht die Schlage auch nur Angst an ihren Bestimmungsort gehalten zu werden 😛

Der Storch isch vermuetlich überforderet mit sim Zuckerverteile :-(……….

Händ ders scho vernoh, sHeidi het es Brüderli becho, der lieb Gott het es Sämli pflanzt im Buch und es het funktioniert.

Tatsache ist, dass wir unsere Kinder nicht vor Dildo-Fotos etc. schützen können. Deshalb sind wir gezwungen, auf Fragen einzugehen. Muss ja nicht im Detail passieren. Auf die Frage. Was ist das? können wir ruhig sagen: Ein Massagegerät für die Muschi oder wie mans nennt in der Familie. Die meisten Kinder werden sich mit dieser Antwort zufrieden geben.

Also bloss nicht zusätzlich Probleme schaffen, die nur im Erwachsenenkopf existieren…

Also bitte, beim Müller scheint sich niemand so sehr daran zu stören? Sonst hätte es seit Jahren Kritik hageln müssen. Naja, ist wieder ein Thema ob man eine liberale Gesellschaft will oder nicht. Nur weil einer Vibi von Durex im Regal steht, heisst das nicht dass sie es kaufen müssen. Thema Kinder, hier kollidiert ihre Weltansicht – falls sie sich daran stören – mit der möglichen Frage ihres Kindes. Haben sie damit kein Problem es dem Kind zu erklären, ist es erklärbar, da ein Teil der menschlichen Sexualität. Wenn sie es nicht können … vgl „Kolision ihrer Weltanschauung“ oben.

bei Müller habe ich die aufgezählten Artikel immer im obersten Hänger und nicht bei den Kaugummis und Schokoladeeiern in Augenhöhe von Zweijährigen gesehen – macht wohl einen Unterschied – könnte mit der Intelligenz des Ladenpersonals zusammenhängen …

Also im Müller in Winti ist es auf mittlerer Höhe? Ich kann mich aber nicht an die Produkte links und rechts davon erinnern. Wenn dort sowieso „kinderfremde Produkte“ sind ist es eher kein Problem. Wenn ich mich aber nicht falsch erinnere ist im gegenüberliegenden Regal die Binden- und Tamponauswahl (wie erklärt man das einem Kind?) also könnte es durchaus sein, dass ein Kind mit Elternteil dort durchläuft und kurz anhält. Es ist mMn trotzdem (im Boots-Fall wird die Frage provoziert) hauptsächlich ein Problem der Geisteshaltung/Weltanschauung (Sexuell sind wir noch nicht liberal).

Die Augenhöhe von Zweijährigen ist auch ziemlich tief. Gut versteckt für Jugendliche und Erwachsene…

Vielleicht muss man jetzt bei der Diskussion aber aufpassen, dass man die Dinge nicht zu sehr vermischt: Frau Kuster bezieht ja irgendwie alles auf sich und ihre 2-jährige Tochter (was ich dann nicht Altersgerecht finde), aber Aufklärung ist ja in höherem Alter eigentlich wichtig und interessant. Und da gebe ich Sportpapi weiter oben Recht. Fragen sie, brauchts schon Antworten, auch im Migros.

Das ist ein Spielzeug für Erwachsene, reicht aber schon.

Eventuell fragt die 12jährige nicht weiter, wenn sie sagen: das ist ein Vibrator. Für Erwachssene.

Halt, halt, ich beziehe keineswegs alles auf mich und meine Tochter, ich habe zum Einstieg bloss eine Episode aus unserem Leben erzählt, die gerade zum Thema gepasst hat. Natürlich würde ich meine 2-Jährige nicht aufklären wie eine 8- oder 10-Jährige, weder zuhause noch im Supermarkt.

Vielleicht macht man ja auch „Aufklärung“ bei Kleinkindern um dann später, wenn sie 10 sind sagen zu können: Liebe/r x/y, das habe ich dir schon früh erklärt, du weisst das schon. Muss dir soch nicht alles zweimal erklären, oder?

Egal – ich denke, ein Kleinkind hat noch kaum Verständnis für solches. Also lieber die Worte für später aufsparen und zusammen ein liedli singen/büchli schauen/einmal um den Baum rennen….

Genau so wie heute Sex als Konsumgut ‚beim Vorbeigehen‘ sozusagen praktiziert wird soll auch die Aufklärung während dem Einkaufen nebenher dem fragenden Kind vermittelt werden?! Ist ja nur eine Nebensache, die man irgendwo irgendwann im Alltag integriert…Und Sextoys sind doch lustig und so bunt wie die Spielzeuge im Kinderzimmer. Also kindgerecht produziert und zur Anwendung freigegeben!!

Schliesslich ist der Infantilismus ja auf der Überholspur und dann passt etwas Auflockerung in die kühlen Regale einer Drogerie doch einfach herrlich. Die Marketingfirma gehört auf den Index! 👿

Ja, Aufklärung ist eine Nebensache, die man möglichst nicht irgendwann, aber immer wieder im Alltag integriert… Ich verstehe die Aufregung nicht. Die Kinder werden eher nicht fragen, und wenn, dann gibt man halt eine Antwort. Was ist mit den Alkoholregalen? Was mit dem Rauchzeugs? Und – immer noch gut versteckt – mit den Kondomen (mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen…)

Also eine mögliche Antwort wäre dann: „Siehst du. Wenn Mami und Papi sich sehr lieb haben, braucht Papi zuerst ein paar Gläser von Opas Medizin. Die lustigen Gummidinger, verwendet Papi damit du nicht noch weitere Geschwister kriegst die dir das Spielzeug streitig machen. Wenn Mami und Papi sich lieb hatten, brauchen sie das Rauchzeugs, das dieses gewisse Wirktstoffe haben die Mami und Papi gefallen.“ Mhja … nein … vielleicht doch nicht so elloquent 😛

hmm…, widerspenstige, das infantile und sex gehören zusammen wie hand und handschuh: kondome in verschiedenen geschmacksrichtungen – da unten hat es nur geschmacksnerven, wenn sie von ausserhalb kommen. spezial-reinigungsmittel für vibratoren für dreissig stutz – shiseido-douchelotion kostet nicht annähernd soviel auf den ml gerechnet, und das zeug ist teuer. allerlei dinge zum ran oder reinmachen, lustige verkleidungen, dvds für papi, damit mami mal in ruhe den haushalt machen kann…

wer’s immer noch nicht glaubt: ein ex-ministerpräsident nannte seine gattin öffentlich „muschi“.

30 Franken? Wo haben Sie denn das gekauft? 🙂

Mein Gott: Mu-schi? ÖFFENTLICH?? Das war kein Ministerpräsident aus dem Westen- der wäre sonst sofort abgesetzt worden! Impeachment, an den Pranger, hang him higher, Schwanz ab, Drecksmann, Patriarch, Sexistenschwein, minderwertiges Y-Chrosmosom, Sausack… Gott, nicht auszudenken, was da alles passiert wäre hier bei uns..!

hmm…, sportpapi, gekauft habe ich die tube ja nicht, aber angeboten wurde es mir im freundlichen erotic-shop neben all den einkaufszentren auf der grünen wiese. das gesicht des verkäufers hätten sie sehen sollen, als ich ihn fragte, ob’s geschirrspühlmittel nicht auch täte, damit wuschen wir ja dinge, von denen wir essen täten. auch meine mich dorthin lotsende begleiterin schien etwas irritiert, aber als ich ihr versicherte, dass ich nicht an triple action-maschinentabs dachte, sondern eher an handy oder so, wich die irritation regelrechter bestürzung. das war ein shopping-trip fürs album.

hmm…, marcel zuffrey, der mann wurde dafür und auch für die legendäre transrapid-rede eine kabarett-ikone und das auch ausserhalb bayerns. damit trat er endgültig in die riesigen fussstapfen seines vorgängers franz-josef strauss und auch der herr seehofer ist auf bestem weg dazu. humor, dusel und hier und da uneheliche kinder ham’s die bayern – ministerpräsidenten und kaiser eingeschlossen.

Zufi, das war Edmund Stoiber.

Ich meine: Das äh war äh Edmund äh Stoiber.

So, der Stoiber war’s, das hätte ich jetzt nie gedacht! Der gute, alte Franz-Josef, Gott hab‘ ihn selig, soll ja mal sein Portemonnaie in New York verloren haben, in einem ganz brenzligen Quartier… seinerzeit, als er noch mit dem Spiegel und der Starfighter-Affäre beschäftigt war. Oder kurz davor. Man hat es ihm dann wieder zurück gebracht. Geklaut soll dabei auch nichts geworden sein.

Ja himmelnochmal, entweder gestatten wir in den Schulen Lesestoff mit erotischem Inhalt, der nicht umgehend von entsetzten Eltern aus dem Verkehr gezogen werden muss via Bezirksgericht (wie es kürzlich einem Lehrer passiert ist siehe threads rechts von hier) u erlauben Sexualkunde altersgerecht vermittelt ab Kindergartenstufe dann kann auch ein Sextoy in den Regalen ganz oben in einer Drogerie geduldet werden oder es hat nix davon in einer Drogerie. Entweder liberal denkend überall – oder nur in einschlägigen/privaten Räumen verfügbar ist doch hier DIE Kernfrage des Artikels.

hmm…, gemach, gemach, widerspenstige. lassen sie orell füessli jetzt erstmal die starbuck’s kaffeeecken-investition verdauen, dann kommen die vielleicht schon drauf, dass einschlägige literatur und sextoys mit fug und recht zur hohen schule des cross-marketing gezählt werden dürfen. ob bei den büchern über wirtschaft vielleicht bald schon herr hildebrand einführungskurse in den todsicheren handel mit devisen geben wird? das geschäft würde wahrscheinlich laufen wie geschmiert, was mich just auf eine kleine anekdote mit massageöl und nutella brächte… ein andermal vielleicht.

Wir gestatten ja. Wäre doch gut, wir alle würden das etwas entspannter ansehen, oder? Regale ganz oben? Oder noch besser gleich in separatem Raum mit Zutrittskontrolle?

@Auguste: Orell Füssli in der Zwickmühle zwischen Bücher über Devisenhandel oder doch eher einschlägige Literatur über die hohe Kunst der Erotik und ihre Spielformen? Ausser natürlich die Autorin würde Charlotte Roche oder Michèle Roten heissen… Also den Namen HildeBRAND würde ich jetzt nicht in diesem Zusammenhang in einem Atemzug nennen, Auguste, sonst riechen einige ‚Suchhunde‘ eines bestimmten Wochenblattes schon wieder einen verbrannten Braten und publizieren diesen als Fünf-Sterne-Menue..Sache giits, die giits gar nid 🙄

@Sportpapi: wie können wir das denn entspannter sehen, wenn solche Diskrepanzen vorherrschen allüberall wie es u.a. auch @xyxyxy in diesem post 14:41h sagt: ‚…mir fällt das auch auf. Im Fitness ist es die Minderheit der Männer, welche überhaupt noch duscht. Die steigen verschwitzt in ihre Jeans um zu Hause zu duschen. Echt komisch. Gleichzeitig reden wir über Vibratoren-Aufklärung für 3 Jährige. Da passt doch etwas nicht zusammen….‘ Eben. Theorie hier – Praxis dort und dazwischen eine Dunkelkammer…

hm, Massageöl, da fällt mir auch gerade ein Erlebnis mit einer Tibeterin ein… eigentlich fing alles ganz harmlos an… aber es endete wie in der Episode mit Roberto Benigni im Film Night on Earth nur ohne toten Bischof… eh Padre

HR ROTH!!!!!! schämen sie sich… 😳

@Widerspenstige: Wir müssen das in jeder Situation etwas entspannter sehen, ganz einfach.

@Sportpapi. ja, wir müssen Alle entspannter werden. Flüstern Sie das doch mal Gabi alias Amanda, ja? Wenn es von Ihnen kommt, besteht vielleicht Hoffnung, dass es zumindest verstanden wird. Deutsche Sprache – schwierige Sprache. 🙂

Jaja… Ganz fest dran klammern!!!

Er MUSS es einfach sein.

Wo kämen wir sonst hin. Wo kämen – eben – Sie sonst, so ganz ohne Selbstreflexion, hin, wenn nun plötzlich Amanda doch nicht Gabi wäre? Müsste man sich am Schluss ja gar noch mit Inhalten beschäftigen, anstatt bloss wieder und wieder davon abzulenken…

Nicht zulassen! Einfach aussperren! Weg mit dieser ekligen Realität da draussen. Nur ich bin real! Mein Kopf ist Wahrheit!

((aber die Anderen drehen immer am Karussell weiter… Schon wieder diese Anderen!))

Bei der Aufklärung sollte man eigentlich anfangen können mit dem ganz banalen Akt und wie die Kinder entstehen und nicht mit Sextoys und Pornos. Was Kinder heute aber zum Thema Sex als erstes wahrnehmen ist leider eben etwas anderes. Nicht dass Sexspielzeug unbedingt etwas Schlimmes wäre, aber so lernt man von klein auf, dass man selber nicht genug ist, dass es für guten Sex „Hilfsmittel“ braucht. Ist das so? Wollen wir das?

Gute Frage alam. Es ist doch so. Die Leute, welche keine Kompetenz haben, preschen gerne vor um ihre Inkompetenz zu übertünchen. Sie fühlen sich dann sicherer, meinen, wenn sie möglichst offensiv sind, dann gehören sie bestimmt nicht zu den Inkompetenten.

Eigentlich ein adoloszentes Verhalten. Bleibt nur zu hoffen, dass es medial aufgebauscht und nicht wirklich gesellschaftsrelevant ist.

Man stellt ja nicht Kinder auf die Beine und ist dann froh, wenn einem der Supermarkt den richtigen Zeitpunkt für ihre sexuelle Aufklärung weist. Man muss aber zugute halten, dass die Sextoys nicht gerade auf Kinderaugen-Höhe ausgelegt sind, so wie Schleckwaren und Simpson-Literatur.

Sich um eine Antwort herumdrücken ist immer eine verpasste Gelegenheit. Es ist mmer nur positiv wenn Kinder Fragen stellen. Es macht auch nichts, wenn die Antwort etwas unsicher ausfällt. Im Gespräch ergibt sich alles, auch mit einer 3 oder 4-Jährigen. Kinder haben noch ein wesentlich unverkrampfteres Verhältnis zum Körper als Erwachsene. Also auf in den Supermarkt!

Lassen sie einen bei Boots auch in Turnschuhen rein?

Turnschuhe ja nur das Baseball-Cäpi müssen sie abnehmen wegen den vielen Kammeras… sie verstehen..

Die Geschäftszahlen von Boots würden mich mal wunder nehmen: Haben die Umsatzprobleme? Aktienkurs im Keller? Diese Put the Sexspielzeug in your cart-Aktion ist vor allem ein guter Marketing-Gag. Wenn im Westen mal etwas nicht richtig läuft oder verchauft werden kann, setzt man einfach auf die Karte Sssex: Et voilà! Irgendwie langsam langweilig.

ja langweilig ich finde es auch müssig, wenn man angestrengt schon wieder ein Sex-Thema vom Hocker reisst, das eigentlich kein Thema ist. Nein Kleinkinder interessieren sich nicht für Vibratoren und verschiedene Sexpraktiken Frau Kuster. Kleinkinder akzeptieren z.B. auch dass Jungs und Papis ein Pfiifeli haben und Mädchen und Mamis nicht. Nach mehr Aufklärung verlangen sie gar nicht. Also wenn, dann hätten sie das Beispiel mit einer, hmmm ,10 jährigen bringen sollen.

Das kann ich ja dann in acht Jahren tun, denn leider habe ich selber noch keine 10-Jährige zuhause. Im Übrigen behaupte ich gar nicht, dass sich Kleinkinder für Sexpraktiken interessieren. Ich habe nur gesagt, dass die Kleinen in der Regel nach dem Warum und dem Wie fragen, bei welchem Thema auch immer.

Die naheliegende Antwort an das Kind ist: Das ist für Erwachsene und geht kleine Gwundernasen nichts an. Sie wird das aktzeptieren und sich anderen Dingen zuwenden. Wir sollten die Erwachsenenwelt gezielt trennen von der Kinderwelt.

@max Ich verstehe diese Heimlifeisserei nicht. Warum sagt man nicht einfach zB, dass das ein Massagegerät für Frauen ist? Und sie, wenn sie mal gross ist, auch so eines haben darf? Damit ist doch der Wissensdurst gestillt und das Kind nicht für blöd erklärt. Abgesehen davon: Schon zweijährige Mädchen wissen, dass es schön ist, wenn sie sich da unten anfassen… Da muss man gar nicht erst gross mit Aufklärung und Sex kommen…

Meine Entscheidung war einfach, meine Kinder sollen es besser haben als ich, meine Kinder sind mir nie auf der Nase rumgetanzt wie oft blöd geschnödet wird über die sog. Saugoofen, habe zum Glück konsequent Kontakte abgebrochen mit Müttern, die ihre Kinder zu Sündenböcken machen, Kinder wollen einfach ernst genommen werden. Mit Kindern tausche ich mich aus auf Augenhöhe. Ich renne keiner Liebe nach, die es nie gegeben hat, ich kenne meine persönlichen Macken, sind wir nicht etwas überfordert mit diesen Leistungsvorgaben, die uns gesellschaftlich aufoktriert werden. Ich ignor. die bösen Blicke

Warum denn immer gleich Kommerz? Wir sind doch normalerweise schon von Natur aus mit allem nötigen ausgestattet. Wer seine Hände in den Schoss legt, braucht nicht untätig zu sein.

Ich habe einen guten Draht zu Kids, werde ab und zu spontan angesprochen ohne einen roten Fleck auf der Stirn, meine Grossmutter war ein Verdingkind, so theoretisch hat sie manchmal gesagt, einem Kind muss man zeitig den Willen brechen, paradox, zu mir hatte sie einen guten Draht, wenn ich mal bei ihr war fragte sie mich manchmal ganz scheu, bisch chiebig ? Ich habe am IAC Zürich einiges gelernt die Botschaft war, du darfst neugierig sein, war für mich Balsam . Neugier und Voyeurismus sind für mich 2 Paar Schuhe….. ich kann nicht autoritär sein und will es auch nicht, ja ja die bösen Kinder.

Kommerz regiert die Welt, normal ist, dass Kids Fragen stellen, wie gehen Eltern um mit Fragen, das ist doch der springende Punkt. Ich bekam auf die harmlosesten Fragen als Kind von meiner Mutter stets die gleiche Antwort *Bisch e Wundernase* Liefern müssen wir den Kids nichts die Fragen kommen einfach spontan von den Kids. In den Supermärkten sind die Schleckereien meist in nähe Kasse angebracht, das ist Verkaufsstrategie, ist doch schwierig für Kids mit solchen Verführungen umzugehen, leider werden alte Erziehungsmuster stur weitergegeben von Generation zu Generation.

Max und Franz: was haben Sie denn gedacht?. Der Vibrator ist doch so wie bei den Bienchen, diese summen doch auch, wenn sie zu den Blümlein fliegen. Pfuuui wer etwas Anderes denkt! Wer noch zu jung ist für Bienchen: der Storch braucht den Vibrator zum Spielen. Eltern sind halt selber schuld, wenn ihre Kinder nicht gelernt haben, dass man keine Fragen stellt. Und kein böses Fernsehen und keine bösen Zeitungen und Heftli schaut, nicht ins Kino und nicht in eine gemischte Badi geht und was des Teufels mehr ist in der heutigen Welt. Am besten Kinder gar nicht erst ausser Haus lassen.

hm, ich habe noch nie einen Storch in der Drogerie einkaufen sehen – sowas fällt sogar Kleinkindern auf 😀

Wird „Aufklärung“ in einen abgegrenzten Rahmen (am Tisch oder auf Sofa?) verordnet, dann muss mensch ja über das „Im «Boots» hingegen passiert das Ganze im wahrsten Sinne des Wortes im Vorbeigehen. …“ tatsächlich dankbar sein, endlich die lästige Entscheidung los und um eine neue Antwort, nämlich: „weder noch, sondern in Reihe 2C meiner nächsten Bootsfiliale!“ reicher.

Doch hoffe ich, dass „Aufklärung“ sich organisch wachsend im Alltag integriert- oder integrieren lässt, und wir nicht auf ähnliche Sortimentserweiterungen im Migros angewiesen sind… 😉

Die Antwort ist viel einfacher, kürzer, ehrlicher:

Das ist für Erwachsene und nicht für Kinder.

Das Kind wird es schlucken und wissen, dass es sich Frage für ein späteres Alter aufheben soll.

Das das TA-Magazin es nötig hat, mit solcherartigen Mist als „Kunst“ zu pralaaggen, zeigt ungefähr das Niveau der Postille. Die Folge ist ziemlich absehbar an beiden Orten: Bei Boots werden Eltern mit Kindern nicht mehr hingehen. Bei TA laufen seit Jahren immer mehr Leser davon.

Ich muss Ihnen widersprechen, ein zweijähriges Kind wäre mit Ihrer Antwort sicher nicht zufrieden, sondern würde als nächstes die Frage «Warum?» stellen.

Ja dann sagt man halt „Damit Du etwas zum Fragen hast.“ oder „Weil es nun mal so ist.“ Wir haben uns jeweils nicht von den Buben ins Bockshorn jagen lassen mit der Fraglerei damals. Der Max hat schon recht: Kindern muss man nicht alles zu früh erklären. In diesem Fall kommt das mit dem Alter.

Natürlich muss man den Kindern nicht alles (zu) früh erklären. Aber ich will meine Tochter doch dazu ermutigen, die Welt mit neugierigen Augen zu entdecken, und ihre Fragen nicht einfach abwürgen. Das muss für das Kind unglaublich frustrierend sein, wenn es immer nur hört «Damit du etwas zu fragen hast.».

Ja Frau Kuster, ich finde auch sie haben das Thema aufgeplustert. „Das ist etwas für Erwachsene, das verstehst du noch nicht“. So einfach geht das. Natürlich fragen sie oft weiter. Aber das tun sie auch bei völlig irrelevanten Sachen, die man gar nicht beantworten kann. Solange man cool bleibt und einfach sagt, dass es so ist. Wird das akzeptiert. Auch bei Alkohol oder Superscharfen Gewürzen reicht ihnen ein: das ist nciht für Kinder.

hm, Frau Kuster, zeigen sie jetzt keine Schwäche bei der Erziehung. Wenn sie bei einer zwei jährigen schon ins wanken kommen, dann gute Nacht für Sie in 10 Jahren 😉 Sie denken als Erwachsene und gehen von sich aus, nur ein Kind denkt und fühlt nicht wie eine Erwachsene Person also ergo ist sie sicher nicht „frustriert“ wenn man mal keine Antwort geben möchte. Und helfen müssen sie einem Kind schon gar nicht die Welt zu entdecken, die tun das von allein.

Klar tut es das von alleine, da haben Sie recht, ich will es dabei bloss nicht künstlich bremsen mit einer Antwort-Verweigerungshaltung, wie das einige Kommentatoren vorschlagen. Dann lieber ab und an etwas flunkern oder einen Aspekt weglassen, wenn das Kind für ein Thema noch zu klein ist. Natürlich kann man sich darüber streiten, ob das der richtige Weg ist… Und ich hatte übrigens nicht das Gefühl, ins Wanken gekommen zu sein, ich habe mich ja nicht unwohl gefühlt, sondern konnte mit meinem Mann herzlich lachen über die Geschichte.

„Das hat unten so einen Knopf, wo man draufdrückt und dann zittert es. Und dann führt man es dem Körper entlang, das ist ein ganz entspannendes Gefühl. Dann gibt es noch andere Methoden, wie man es verwenden kann, aber da bist Du noch zu klein dafür.“ Voilà.

hm, das ist gut Frau Kuster, Lachen wirkt immer beruhigend auf das Kind gerade wenn es klein ist…

Also in England wundert mich das schon sehr.

Die guten Briten regen sich ja schon bei Harmoserem auf. Ich bin vor Jahren (wiederum: kein Jahrzehnt!) mit scharfen Verweisen eingedeckt worden, weil wir als Pärchen in einem Swimmingpool geknutscht (ausschliesslich: innige Umarmung und „french kisses“) haben.

„The kids are seeing this!“ war das schärfste Argument!

…Und nun Vibratoren im Drogerieregal? – Erstaunlich.

Ich hab als Kind jedenfalls noch seeehr lange gedacht, dies diene wirklich oberflächlichen Massagen zur Hautstrafung oder so… Wie es die Illustrationen in Anzeigen zeigt

Die Schweizer sind keinen Deut weniger prüde. Als kürzlich im Beobachter eine stylisierte Vagina auf dem Cover war hagelte as auch schockierte Leserbriefe (à la „musste die Ausgabe vor den Enkeln verstecken…“). 🙂

Eine der Lieblingssendungen meiner Kinder ist „How I met your mother“, und da geht es schon mal zur Sache, wenn auch nur verbal. Das halten sie auch aus. Über die Hysterie in manchen Ländern lache ich nur. Und Doppelstandards hat es ja allenthalben.

… Ev. haben Sie da auch den Zeitpunkt der hagelnden Leserbriefe falsch in Erinnerung:

Also für mich klingt „…Ausgabe ((mit ner Muschi drauf)) vor den Enkeln verstecken…“ ja eher nach Ostern!

ja ja diese Moralisten sind doch die wahren Perversen. Machen einen auf Scheinheilig diese Wichtigtuer aber hintenrum sind es sie welche in den Swinger Clubs die Wochenenden verbringen und sonstige Schweinereien hinter verschlossenen Gardinen ausführen… Ist doch immer das gleiche mit diesem Lumpenpack! xy.. sieht es genau richtig, der inkompetente macht einen auf kompetent…

Genau und wir Offenen und Vielseitigen und Unverklemmten würden niemals in Swingerclubs, weil dorthin geht ja nur das scheinheilige moralistische Lumpenpack.